„Unvergessliches Erlebnis“ für die Amputiertenfußballer

Mainz 05 im Halbfinale der Champions League: Kein Traum, sondern Realität. Zwar schafften es die Amputiertenfußballer der 05ER am vergangenen Wochenende bei ihrer zweiten Teilnahme an dem europäischen Wettbewerb nicht ins Endspiel und belegten am Ende den vierten Platz, doch die Tage im italienischen Fano werden allen Beteiligten unabhängig von der Platzierung noch lange im Gedächtnis bleiben. „Es gab sehr viele Highlights. Das war insgesamt einfach ein unvergessliches Erlebnis“, sagte Moritz Goldschalt stellvertretend nach dem packenden Spiel um Platz drei, das gegen Real Betis aus dem spanischen Sevilla in Unterzahl mit 1:4 verloren ging.
Das Ziel, unter die besten vier zu kommen, hatte sich das Team, das nach zwei Deutschen Meisterschaften in Folge in der vergangenen Saison den zweiten Platz der Amputierten-Bundesliga belegt hatte, bereits im Vorfeld gesetzt. Bei ihrer Premiere im Frühsommer 2025 in Ankara hatte der FSV das Halbfinale erst im entscheidenden Gruppenspiel verpasst und landete am Ende auf Rang sieben. Diesmal lief es besser für den FSV, der mit Nicola Roos wieder die einzige Spielerin im Wettbewerb stellte und unter anderem auf Kapitän Stefan Schmidt verzichten musste. Nach der deutlichen 0:7-Auftaktniederlage gegen Sporting aus Italien gewann das Team um Trainer Jürgen Menger gegen AFC Tbilisi aus Georgien nach Rückstand mit 2:1 und zog damit als Gruppenzweiter in die Runde der besten vier ein. Ein „Riesen Gefühl“ gab Torjäger Christian Heintz, der gegen Tiflis beide Treffer erzielte, im Anschluss zu Protokoll und hob besonders die Moral und den Teamspirit der 05ER hervor. „Wir freuen uns auf das Halbfinale gegen den haushohen Favoriten Wisla Krakow.“
Fotocredits: 1. FSV Mainz 05
