Herbert Hainer: „Vorbild für demokratische Verantwortung und Zivilcourage“

Fußballbegeisterter Demokrat und Widerstandskämpfer gegen die Nationalsozialisten: Der Lebensweg von Willi Buisson ist ungewöhnlich – und wurde durch die Hinrichtung durch das NS-Regime im September 1940 jäh beendet. Nun wurde an der Gümbelstraße 5 in München eine Gedenktafel enthüllt. Unter den Rednern vor rund 100 geladenen Gästen war FCB-Präsident Herbert Hainer, denn Willi Buisson war von 1926 bis 1929 Mitglied des FC Bayern, spielte im Verein Fußball und war in der Clubführung aktiv.
Als Präsident des FC Bayern sei er „sehr dankbar, heute zu Ihnen sprechen zu können“, begann Hainer seine Rede im Münchner „Löhe Haus“ vor Mitgliedern des Landrats, des Stadtrats, den Organisatoren Marion Goers von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und Diana Bäse (Stellvertretende Vorsitzende des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold Bund aktiver Demokraten e.V.) sowie Gästen wie dem Historiker und Biographen Dr. Rüdiger Zimmermann, einer Delegation der Kurt-Landauer-Stiftung, Schülerinnen und Schülern der beiden nahegelegenen Gymnasien und Nachfahren Buissons. Eine Gedenktafel erinnere nicht nur an einen Menschen aus der Vergangenheit, sagte der Präsident: „Sie stellt uns auch die Frage: Was können wir für die Zukunft von ihm lernen?“
Fotocredits: Marlon Bünck
