Erinnerungszeichen für jüdische Mitglieder des FC Bayern

Immer wieder kommt die interessierte Frage auf: „Warum ist der FC Bayern heute hier vertreten?“ Bei den beiden Gedenkveranstaltungen des Kulturreferats der Stadt München, bei denen Erinnerungszeichen für Lina und Armand Oster, Margarethe und Alfred Strauß, Richard Einstein, Israel Wolff sowie Martha und Herbert Maier angebracht werden, ist auch eine Delegation des Deutschen Meisters anwesend. Zum einen, weil Dr. Armand Oster und Alfred Strauß FCB-Mitglieder waren und der Verein durch seinen früheren Präsidenten Kurt Landauer eine besondere Verantwortung im Einsatz gegen Antisemitismus hat. Zum anderen, weil wir alle immer da sein sollten, wenn es darum geht, das Erinnern zu bewahren und sich den Kräften entgegenzustellen, die die Schrecken der Vergangenheit verharmlosen oder leugnen und die Demokratie spalten.
Die Geschichte der jüdischen Mitglieder, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden, sei nicht nur ein Teil der Münchner Stadtgeschichte, sondern auch ein Teil der Geschichte des FC Bayern, sagte Benny Folkmann, Geschäftsführer des FC Bayern und gemeinsam mit Andreas Werner Leiter der FCB-Initiative „Rot gegen Rassismus“, in seiner Rede unter anderem vor Dr. h. c. mult. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, sowie dem Rabbiner Shmuel Aharon Brodman: „Die Verbrechen des Nationalsozialismus reichen tief hinein in unsere Vereinsgeschichte. Daraus erwächst für den FC Bayern ein klarer Auftrag. Unsere Aufgabe ist es, uns mit dieser Geschichte auseinanderzusetzen, Zusammenhänge sichtbar zu machen und an das zu erinnern, was geschehen ist – damit sich Ausgrenzung, Entrechtung und Verfolgung niemals wiederholen.“
Fotocredits: FC Bayern München

