„Wie viele Reden müssen noch gehalten werden?“

Rund 500.000 Sinti und Roma wurden in der NS-Zeit ermordet, 4.300 von ihnen in der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 in den Gaskammern von Auschwitz. Wie in den letzten Jahren hatten der FC St. Pauli, der Fanladen St. Pauli und Fanräume e.V. gemeinsam mit dem Landesverein der Sinti in Hamburg sowie der Rom und Cinti Union anlässlich des Europäischen Holocaust-Gedenktages für Sinti und Roma auch 2026 zu einer Gedenkveranstaltung eingeladen. Rund 100 Personen versammelten sich am Sonntag (2.8.) am Gedenkort „denk.mal Hannoverscher Bahnhof in der HafenCity.
Arnold Weiß (Vorsitzender des Landesvereins der Sinti in Hamburg und stellvertretender Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma) erinnerte in seinem Redebeitrag an die Verfolgung der Sinti und Roma in der Nazi-Zeit und gedachte der Ermordeten. Weiter stellte er klar, dass die Minderheit auch heute starker Diskriminierung ausgesetzt ist. Davon berichtete auch Gina Knudsen als Vertreterin der Rom und Cinti Union. Sie forderte die Entscheidungsträger*innen zu entschiedener Antidiskriminierungsarbeit auf und fragte eindrücklich: „Wie viele Reden müssen noch gehalten werden, bevor aus schönen Worten endlich Taten folgen?“
Fotocredits: FC St. Pauli


